Mittwoch, 12. August 2015

Arbeitslos mit Anschreiben und Katzenbildern Tag 14

Szene 1 im Bett, draußen ist es hell und eine Uhr würde so gegen um7 anzeigen. Ein nicht mehr so junger Mann liegt im Bett und klebt zwischen den Laken. Er ist irritiert. Ihm ist nicht ganz klar ob das mit dem Aufstehen Sinn macht und wenn ja wie viele? Er tut es trotzdem. Er geht zu seiner Stereoanlage und macht Musik an. Er tanzt nicht. Er geht ins Bad.
Wir sind allein mit einer Vorstellung von dem was hinter der Badtür passiert.
Er kommt wieder aus dem Bad.
Sein Gesicht strahlt Leben aus. Nicht viel davon und auch nicht das schöne Leben mit Blumen und Teddys, aber es ist Leben.
Er macht sich eine Birne und eine Minisalami im Brötchenmantel zum Frühstück. Wir sehen wir er an einem Manuskript schreibt.
Viele verzweifelte Gesichtsausdrücke später ist er fertig. Er speichert und sendet es an eine Frau, die wir nicht kennen.

Szene 2 im Baumarkt, er reicht einen Stöpsel und einen Kassenzettel über den Tresen.

„Der Universalstöpsel passt nicht.“ Sagt der nicht mehr ganz so junge Mann.

„Der Universalstöpsel passt nicht.“ Sagt der Mann hinter dem Tresen und lacht. Der nicht mehr ganz so junge Mann lacht auch. Sie haben so eben eine Verbindung aufgenommen die mehr wert ist als eine Tafel Schokolade.
Der Mann hinter dem Tresen geht ans Telefon. Er redet sehr laut und der nicht mehr ganz so junge Mann hat Mitleid mit den Menschen am anderen Ende der Leitung.
Der Mann hinter dem Tresen legt auf und geht an ein anderes Telefon. Der nicht mehr ganz so junge Mann spürt wie die Verbindung zwischen ihnen dahinschmilzt.
Der Mann hinter dem Tresen macht seine Arbeit und gibt dem jungen Mann einen Zettel. Den kann er an der Kasse gegen Geld oder nützliche Dinge eintauschen.
Der nicht mehr ganz so junge Mann geht direkt zu den Stöpseln und nimmt einen der passen sollte. Er ist sich nicht ganz sicher, aber das macht ihm nichts aus.
Der nicht mehr ganz so junge Mann tauscht seinen Zettel gegen den Stöpsel und einen Euro. Er ist zufrieden.


Szene 3 er klingelt wird eingelassen geht nach oben und wird mit einem Lachen begrüßt. Es ist ein auslachen. Der nicht mehr ganz so junge Mann leidet unter der Hitze, das finden seine Gastgeberinnen lustig. Der nicht mehr ganz so junge Mann ist hier um Katzenbilder zu machen. Er macht das gerne. Er macht das mit viel Freude und die Katzen liegen herum. Sie sind ein Sinnbild der modernen Tristesse. Für Leckereien bewegen sie sich, ansonsten verharren sie in einer Lethargie die an Langweile erinnert.
Der nicht mehr ganz so junge Mann trinkt Saft und redet mit seinen Gastgeberinnen. Über schöne Filme und Serien reden sie, über eine Sexpuppe und Kuchen aus dem Glas der auch ohne Ofen schmeckt.


Szene 4 er schaut auf sein Telefon. Eine Email von der Frau die wir nicht kennen. Sie hilft ihm, er ist froh darüber.

Szene 5 der nicht mehr ganz so junge Mann steht vor dem Spiegel. Wir hören das Wasser rauschen. Der Stöpsel passt.

Szene 6 der nicht mehr ganz so junge Mann macht seine erste Bewerbung fertig und schickt sie ab. Er hofft, dass es klappt.

Szene 7 ein Telefon klingelt. Es ist das Telefon des nicht mehr ganz so jungen Mannes. Er erkennt die Nummer und ist nicht besonders froh über den Anruf. Er nimmt den Anruf entgegen.

„Hallo Angelina Jolie, was willst du denn jetzt schon wieder?“

„I love you und Brad auch und Leo und die blonde aus den X-Men Filmen auch. Komm zu uns und heirate uns.“
Die Stimme hat etwas Flehendes.

„Ich kann jetzt nicht, ich will meine Serien gucken.“
Der nicht mehr ganz so junge Mann lässt keine Wiederworte zu.

„Jawohl, wir werden auf dich warten.“
Es ist mehr ein schluchzen als eine klare Sprache, aber es schwingt Hoffnung mit.

Szene 7 der nicht mehr ganz so junge Mann macht sich was zum Mittag. Veganer Leberkäse und Hühnchen. Zusammen geht das.

Szene 8 wir sehen einen Ball in den Himmel fliegen. Bevor er auf den Boden fällt, fängt der nicht mehr ganz so junge Mann ihn geschickt wie ein Otter und wiederholt den Wurf gleich um den Ball wieder zu fangen. Es ist schön wie er das tut. Wir sehen eine Weile zu. Eine Stunde oder zwei.

Szene 9 der nicht mehr ganz so junge Mann ist Kekse und guckt seine Serie.

Szene 10 der nicht mehr ganz so junge Mann macht sich Kaffee. Der Kaffee hat kein Koffein und schmeckt auch so. Der nicht mehr ganz so junge Mann setzt sich an einen Schreibtisch und schließt das Fenster. Er macht es Ruhe um sich. Der Laptop vor ihm auf dem Tisch verharrt voller Erwartung auf die Worte die da kommen mögen. Hier verlassen wir den nicht mehr ganz so jungen Mann. Wie wissen nicht was er tut, wir wissen nur, dass er es tut.
Später wird er noch die Bettwäsche wechseln. Das muss man bei so warmem Wetter einfach öfter machen.

Voll ohne Farbe und so.


Dienstag, 11. August 2015

Arbeitslos und Kung Fu zum Mittag Tag 13

Der Wecker ringelt sein fröhliches Lied und ich weiß was los ist. Heute muss ich ganz früh aufstehen weil ich ganz früh einen Termin habe und damit ganz früh schon einen Streit mit mir anfange.

„Los steh auf, du wusstest, dass es so kommt.“

„Naaaarghhh“

„Los jetzt hoch mit dir, ich sag es nicht noch mal. Wir müssen da hin, weil das wichtig ist.“

„Örrrrrrrr nnnnnnnnnngnnn“

„Na gut dann geh ich eben alleine.“

„Ne warte ich komm schon.“

Der Rest läuft ohne mein Bewusstsein einfach mal auf Autopilot und ich werde so auf dem halben Weg zum Amt wieder wach. Den Weg kenne ich ja schon und merke auch, dass ich wohl ne Menge Zeit mit bringe wenn ich da vor der Tür stehe. So ist es dann auch und ich mache einen schönen Spaziergang durch den Amtspark. Der ist viel zu schön für so einen deprimierenden Ort.
Vor der Tür wird es langsam voll und immer mehr Menschen stehen in der Sonne und haben keine gute Laune. Der Typ hinter der Tür wartet mit Blick auf seine Uhr auf die Öffnungszeit. Dann geht die Tür auf und alle dürfen in ein Gebäude, dass mich aber so was von an ein Gefängnis erinnert. Nicht weil Wachen rumstehen oder Leute hinter Gittertüren stehen. Es ist der Grundbau der das provoziert. Ich muss das mal recherchieren.
Bei meinem Termin geht es dann aber ganz gemütlich zu und wir plaudern einfach ein bisschen, machen dann Pflichtkram und plaudern dann weiter. Trotzdem will ich da nicht sein und muss jetzt langsam al mit meinem Anschreiben fertig werden oder einfach mal anfangen.
Nach dem Amt geht’s erst mal Richtung Stadt. Das hoffe ich zumindest als ich die große Straße in der Richtung entlang fahre die mir logisch erscheint. Ich habe Recht und komme da an wo ich wollte.
Zum Frühstück gibt’s dann Minisalami um Brötchenmantel und Zitronenwasser.
Weiter geht’s im Stadtgeschichtlichen Museum mit dem Scherbenlabor. Das mache ich jetzt schon zum dritten mal mit und darf auch was sagen. Mehr dazu kommt später.
Nach dem Museum gehen wir Mittagessen. Kung Fu auf Tellern gibt’s in den Höfen am Brühl. Da gibt’s einen Asiaten der so ein Sushikarussell hat. Da fahren die kleinen Teller mit dem Essen an einem vorbei und wenn man etwa sieht was man will, dann schnell Fenster auf und raus geholt. Das fetzt total und lecker ist es auch.
Wieder zu hause mach ich noch was wichtiges und gehe dann zum Baumarkt. Im Bad fehlt nämlich noch ein Stöpsel im Waschbecken und den wollte ich jetzt mal besorgen. Ich messe ab gehe los und hab keine Ahnung mehr was ich gemessen habe. Wie der Zufall es will, gibt es aber einen Universalstöpsel für alle Größen. Er passt nicht. Im Baumarkt hab ich mir dann noch Akkubohrschrauber angeguckt und Brot gekauft. War also nicht ganz for free der Besuch.
Für Morgen hab ich dann schon mal ein Vorhaben und noch eins, also eigentlich drei und noch eins mehr wenn ich jetzt genau überlege. Da kommt gleich noch was dazu und irgendwas findet sich immer was ich jetzt noch nicht weiß, oder doch. Ich sag mal so sieben Sachen die mir Morgen gegen die Zeit helfen und das ist in Ordnung. Heute ist ja auch noch nicht rum, aber eigentlich schon gelaufen. Außer ich mach das eine noch. Mal gucken.

Schon wieder was zu essen.

Montag, 10. August 2015

Arbeitslos und Tomatensalat Tag 12

Ich könnte mich immer noch über den frühen Toni aufregen. Der liegt im Bett und auch wenn die Sonne schon gegen die Fenster prügelt, der Typ dreht sich noch mal rum und besabbert sein Kopfkissen. So kann das nicht weiter gehen und morgen früh muss das dann auch mit einem Ruck aus den Federn passieren. Da geht’s nämlich zu Amt und die warten nicht gerne.
Weil ich da hin muss, hab ich am Wochenende auch eine Bewerbung fertig gemacht, die mit vierzehn Seiten auch einen Rekord darstellt. Das einzige was fehlt ist das Anschreiben. Da hab ich noch Lorem Ipsum Text drinnen stehen. Ich hab einfach keine Ahnung was ich meinem neuen Arbeitgeber schreiben soll. Das wird aber auch noch. Auf jeden Fall sieht meine Bewerbung ein wenig aus wie ein IKEA Katalog und das finde ich schon mal gut.
Zurück zum Tag. Als der feine Herr dann doch mal aus dem Nest kommt, geht’s auch bald los auf die Yogamatte um einige Fitnessübungen gegen den Verfall zu machen. Ich komme mir dabei vor wie ein Karrierefrau aus der Kaffeewerbung und frage mich wie ich mit Leggings aussehen würde.
Weil ja nicht immer Kaffeewerbung seien kann, geht’s einkaufen und ich überlege schon genauer, was ich in den Korb werfe. Es wird Zeit mich mit Sparsam anzufreunden. Eis und Kekse sind trotzdem dabei.
Weil ich so schön wenig Geld ausgegeben habe, geht’s noch mal in die Stadt und ein wenig bummeln. Back to Kaffeewerbung sag ich mal. Da guck ich nach Funktionsjacken, frage mich was das soll und kaufe mir später Musik von den Counting Crows und Iron Man 3. Klar, das mit dem Sparen hab ich noch nicht ganz kapiert, es wird aber.
Wieder zu hause, werden erst mal die Counting Crows auf mich losgelassen. Nebenbei putze ich noch mein Wohnzimmer. Das gibt ein gutes Gefühl, weil mein Kosten Nutzen Faktor heute noch irgendwie nicht so befriedigend ist. Weiter geht’s dann mit meiner Bewerbung, da fehlte noch ein wenig Feinschliff. Und natürlich das Anschreiben, aber wem sag ich das. Morgen wird das Ding gerissen und gut ist.
Iron Man darf auch noch geguckt werden und ich schmeiße mich schon an die nächste Aufgabe. Intro und neuer Test für meinen YouTube Kram. Das läuft auch alles ganz cool, bis ich es zur weiteren Bearbeitung meinem Rechner übergebe. Der streikt nämlich und hat so gar keinen Bock das zu machen was ich will. Durchdrehen scheint mir da eine vernünftige Alternative. Das mache ich nicht und schaue stattdessen mal im Netz was denn so ein Rechner mit richtig Bums kosten würde. Schon wieder frage ich mich was das soll und fahre das Ding erst mal runter.

So, da bin ich wieder. Hab nämlich gerade noch an meinem anderen Rechner geguckt ob es da nicht läuft wenn ich da noch das oder das mache und siehe da, es läuft. Da weiß ich schon was ich morgen mache, wenn ich mit dem Kram fertig bin, den ich schon vorhin wusste den ich morgen machen will.
Damit sind wir dann auch im Jetzt angekommen. Besser gesagt ich bin im Jetzt angekommen und werde noch meinen leckeren Tomatensalat essen, den ich voll selber gemacht habe. Mehr Gemüse ist das Motto und bei dem Wetter, hat man ja auch keine Lust ständig Gehacktes vom Klumpen zu naschen. Wenn Ihr das hier lest, ist von dem Tomatengeschnetzeltem schon nichts mehr übrig. Das finde ich so voll Zeitreise und so.

Der Drache darf naschen.

Freitag, 7. August 2015

Arbeitslos und ich weiß auch nicht was ich heute gemacht habe Tag 11

Es ist kurz vor spät und ich sitze hier irgendwie mit meiner eigenen Ahnungslosigkeit. War das schon der Tag? War ich da dabei? Was hab ich heute draus gemacht?

Ich gehe zurück und lande beim Frühstück mit Karl. Der spielt PSP ich esse und lese LVZ. Das dauert eine Stunde und ist gemütliche Routine.
Umzug nach unten und Karl wechselt die Konsole, ich meine Beschäftigung. Ich mache mich daran die Screens fertig zu kriegen und er kleine Bub strampelt sich bei den letzten Etappen der Tour de France ab. Dabei vergeht schon mal Zeit und auch wenn die X Box zwei mal für Unterbrechungen sorgt, kommen wir mit dem gelben Trikot ins Ziel. Zur Belohnung gibt es ein Video und ich bin schon enttäuscht. Wenigstens eine Siegerehrung hätte es sein können. Gerade bei einem Spiel, bei dem man dem Laien erst mal erklären muss, warum man über Stunden hinweg immer das Gleiche macht und das nur damit man sich umziehen kann.
Meine Screens sind so weit fertig wie sie eben sind und bekommen jetzt noch Details verpasst.Und mit jetzt meine ich morgen.
Weiter geht’s mir Film gucken, den wir aber nicht zu ende schaffen, weil Karl dann auch los muss. Jetzt wird es erst mal langweilig und deswegen mache ich ein Nickerchen. Ein ganz kurzes und auch nicht mit Absicht. Eben eins von der schleichenden Sorte, die passieren weil man auf der Couch liegt und sich einfach mal wegdreht.
Mittag hab ich auch gemacht, das war aber vorher.
Ganz nach Plan kümmere ich mich dann um meinen You Tube Kanal. Da gibt’s noch technische Fragen zu klären, die auch erst mal beantwortet werden. Inhalte kommen auch noch. Erst mal auf Papier, da sollen sie aber nicht bleiben und ich weiß noch gar nicht wann ich das schaffen soll. Zumindest den Abwasch ab ich schon mal aus dem Weg geräumt. Das war auch entspannend irgendwie und weil mir das noch nicht gereicht hat, hab ich auch gleich meine Putzutensilien neu angerichtet. Das finde ich persönlich sehr toll.
Milch muss ich noch kaufen. Mach ich morgen.
Ins Bett könnte ich bald gehen. Ich weiß nur nicht was sich da soll. So richtig ist mir nicht nach schlafen, obwohl ich auch nicht mehr in der Stimmung bin was Sinnvolles zu machen. Mal gucken. Einkaufszettel für den vollen Kühlschrank und einen Fahrplan für das Wochenende kann ich mal fertig machen. Bewerbung kann ich mal scribbeln und Putzen muss ich auch noch. Und siehe da schon hab ich ein ganz neues Verhältnis zu meiner freien Zeit. Schön wenn man das Wochenende zu nutzen weiß.
Ein Blumenstrauß der Sauberkeit.


Donnerstag, 6. August 2015

Arbeitslos und ein Kabel macht mich glücklich Tag 10

Es ist früh und ich bin dazwischen. Irgendwo zwischen klebriges Bettlaken und Bewegung ist doch Humbug, zwischen Augen muss man nicht aufmachen und raus aus dem Nest du faule Sau. Irgendwann schmeiße ich mich aus dem Bett, weil sich das so gehört und der Tag will ja irgendwie genutzt werden.
Das was passiert, passiert nicht überhastet und ist eher die Karikatur von einem der aufgestanden ist. Sport gegen Rücken, Duschen gegen alles und Brötchen holen gegen den Hunger. Dann zu Karl und frühstücken. Da wird auch gleich der Tag verplant. Und nicht viel später auch in die Tat umgesetzt.
Während ich mich mit meinem Screen beschäftige, fährt Karl weiter bei der Tour de France und kann das gelbe Hemd nicht nur verteidigen sondern auch noch seine Führung ausbauen. Sehr gut finden wir beide. Weil das Wetter zu gut für drinnen ist, gehen wir noch in den Park und spielen ein wenig Baseball. Das sieht von weitem eher so aus, als würde der eine den anderen mit einem Ball bewerfen und der andere darauf hin versuchen den geworfenen Ball möglichst nicht zu treffen. Uns guckt aber keiner zu und damit ist uns unsere Außenwirkung auch wurscht und wir haben Spaß wie Sau.
Da das Wetter zu warm für draußen ist, geht’s auch schon bald zurück und wir machen und auf den Weg zum zweiten Teil unserer Planung. Zu P ins Museum und am Scherbenlabor teilnehmen. Da lernt das Kind was über Archäologie und kann historisches Geschirr zusammenbasteln. Den Weg dahin verbinden wir gleich mit einem Stopp beim Elektroshop und ich frage nach einem Kabel, was Tablet mit Kamera verbindet und neue Möglichkeiten eröffnen soll. Das versuche ich schon eine ganze Weile ohne Erfolg und will das Ding testen bevor ich es mitnehme. Das darf ich dann auch und das geht dann auch und ich freue mich auch und nehme gleich zwei. Jetzt kann es losgehen mit meiner Karriere auf YouTube und das erste Testvideo ist auch schon gemacht. Ich bin happy.
Weil immer noch Zeit da ist, gucken wir noch Lego in den Höfen am Brühl und auch der Legoladen wird kurz besucht.
Im Museum ist dann wieder spannend und warm. Das Wetter will eigentlich gar nicht, dass der Mensch was mit sich tut. Eis essen geht trotzdem und wir überlegen warum Saugnäpfe auf dem Tisch sind.
Jetzt wird es langsam dunkel und kühler und ich gucke eine Serie die gar nicht so clever sein will und warte nur noch bis die vorbei ist. Was dann kommt ist eine Empfehlung.
Jetzt guck ich mal was ich mit Video und Tonspur so anstellen kann und bastele an meinem Stern am Videohimmel.
Hier das geheime Video.

Mittwoch, 5. August 2015

(Arbeitslos) einen Gruß aus den Ferien Tag 9

Hallo,

mir geht es gut, wie geht es dir, mir geht es gut. Das Wetter ist auch gut. Nicht so gut wie Gestern, gestern war es voll warm. Heute war es nicht so warm wie gestern.

Heute früh bin ich extra früh aufgestanden. Ich wollte ja zum Amt fahren und einen Brief hinbringen, weil die den lesen sollen, weil ich da ja bald hingehe und persönlich einen Termin habe dort. Da bin ich ganz früh los gefahren mit dem Fahrrad und wusste nicht genau wohin ich fahren sollte. Mein Handy wusste das aber. Ich bin da da lang wo ich es schon kannte und dann weiter und dann zurück weil ich falsch war und dann war ich richtig und bin dann fast da gewesen. Da war dann eine Straße da musste ich warten und ich dachte noch so „Scheiße hier keine Ampel oder was“ und dann bin ich rüber und habe mein Fahrrad angeschlossen. Dann bin ich da rein und dahin wo die Leute waren und ich bin dann zu dem einen und der hat gesagt ich muss eine Nummer ziehen. Dann hab ich eine Nummer gezogen und dann hab ich gewartet. Nicht so lange. Dann hab ich dem das gegeben und dann bin ich wieder nach hause gefahren.

Dann hab ich Brötchen geholt und mit Karl gefrühstückt und mit dem Chrissy geschrieben. Dann haben wir Fotos gemacht für Arbeitsproben. Screens für einen Shop der sich eher an ein junges und hippes Publikum wenden soll. Dann haben wir X-Box gespielt. Fahrrad fahren in Frankreich. Das macht voll Spaß manchmal und jetzt haben wir ein gelbes Hemd und müssen aber keine Briefe austragen. Berge hochfahren ist doof.

Zum Mittag haben wir Pizza bestellt und die war auch lecker. Zum nach dem Mittag haben wir Milchshakes gemacht und die waren nicht ganz so doll lecker. Das nächste mal machen wir mit Vanille. Das restliche Eis esse ich jetzt alleine. Das schmeckt aber nicht so gut. Wie Banane aus der Dose oder so.

Jetzt gucke ich noch die Serie mit dem Mann der so Märchen sehen kann wenn die böse sind oder so. Das ist manchmal gruselig, aber nur ein bisschen und ich habe da fast nie Angst.

Björn ist auch noch da. Der hat jetzt die Mütze von Emma auf, weil die die vergessen hat. Hihi.

Heute war ein schöner Tag.

Morgen ist auch noch ein Tag.


Emma hat jetzt kein Mütze.

Dienstag, 4. August 2015

Arbeitslos und die Zeit verschwindet zwischen jetzt und viel später Tag 7 und 8

Montag ist Montag ist Montag. Es geht mit Karl zur Radrennbahn und der macht das schon ganz gut.Weniger gut machen das die Kinder die als Gruppe da sind und den Eindruck erwecken, Alkohol und Grundschule kennen sich besser als man ahnt. Die zuständigen Betreuer kriegen auch nur am Rande mit was passiert. Natürlich hat die Radrennbahn auch Leute da die sich kümmern. Da bleibt es aber bei der Bemerkung, dass die Kinder ja zu lernen hätten aus dem Stand zu starten und der Rest ist einfach nur warten bis wieder ein hinfällt. Langweilig wird das zumindest nicht.

Weiter im Tag und es geht zum Bahnhof um M und J zu holen. Die sind zum Foto machen da und das Wetter ist ja auch schön. Nicht so schön ist dabei mein Rücken, der schon wieder aua macht und mich echt nervt. Ich würde ihn ja raus nehmen, nur hängt man dann immer so durch.
Weil wir zu früh sind und der Zug auch noch zu spät, gibt’s wenigstens noch eine Currywurst und Pommes. War auch lecker. Von den Pommes sind auch welche übrig geblieben und wohl immer noch im Rucksack von Karl.

Fotos machen fetzt.

Dienstag ist nicht Montag

Radrennbahn gibt es heute nicht, dafür noch mal in die Stadt und da zum Saturn. Eine Maus muss ins Haus, weil die andere Maus einen neuen Einsatzort bekommen hat. Rücken hab ich zwar immer noch, doch seit letztens auch einen schicken Rückengürtel der für Sport und Ersthilfe bei Autsch zu gebrauchen ist. Warm hält er auch noch und das ist bei dem Wetter natürlich eine ganz tolle Sache.
Trotz der Probleme finden wir (Karl sagt er hat sie alleine gefunden) eine Maus und danach geht’s noch zu P ins Museum. Da bleiben wir aber nicht lange. Die Baglebrothers kriegen auch noch Besuch von uns und die machen echt saure Säfte. Da scheint es egal welchen Saft man vorher gewählt hat, da ist immer irgendwie Zitrone im Geschmack.

Ich frage mich langsam, ob ich ein Mutant bin, so wie bei den X-Men. Dann wäre ich vermutlich Clawklaus der Mutant der seine Nägel doppelt so schnell wachsen lassen kann wie ein normaler Mensch. Sonst kann er nix, echt gar nix. Also schon so Sachen, aber nix mutantiges. Und er ist alt, sehr alt. So alt, dass er wohl schon wieder voll mutantig ist.

Dann geht’s mal weiter mit Arbeit machen. So Screenkram, voll hübsch und so. Dauert wohl noch bis morgen um die Ergebnisse angucken zu können, ist aber auch in Ordnung.

Emma ist heute auch wieder zu Besuch und damit läuft auch alles ein wenig anders. Im Fernsehen läuft Barbie mit Flügeln, die ein drogensüchtiges Kaninchen mit Flattermais (wohl eher Heroin) bestechen. Die sind wohl auf der Suche nach was wichtigem und sind nicht nur dumm sondern auch noch gruselig anzuschauen. Kleine Mädchen finden das aber gut und damit ist jede Diskussion um das Niveau hinfällig.
Nebenbei mache ich Salat für ein Nilpferd. Die Karotten und die Eier kommen besonders gut an. Emma hingegen hat das nicht so drauf. Kein Wunder, hält sie ja Nutellabrötchen für eine ausgewogene Mahlzeit. Was mir aber auch wieder entgegen kommt. Kinder ohne Ansprüche sind gute Kinder.

Nun wird es langsam dunkel, ich muss was zu essen für den Bären und das Äffchen machen und Emma hat Schluckauf. Besser kann man einen Text nicht beenden.

Bild, Text passt schon.